Verlängerung Straßenbahnlinie O

Verlängerung der Straßenbahnlinie O in Wien

Im Zuge der Erschließung des Stadtentwicklungsgebietes Nordbahnviertel am ehemaligen ÖBB Frachtenbahnhof – Nordbahnhof wurde die Straßenbahnlinie O der Wiener Linien von der bisherigen Endhaltestelle am Praterstern zum neu entstandenen Bildungscampus Christine Nöstlinger verlängert. Dabei sind vier neue Haltestellen in jede Fahrtrichtung dazugekommen.

Unsere Niederlassung in Wien begleitete dieses spannende Projekt fast zwei Jahre lang in allen wesentlichen Projektphasen sowohl in der Planung als auch in der Ausführung. Dabei wurden folgende Leistungen übernommen:

  • Trassierung und Überprüfung des Lichtraums
  • Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
  • Verkehrsführungs- sowie Umleitungskonzept während der einzelnen Bauphasen
  • Ausführungsplanung
  • Begleitung der ÖBA in der Bauausführung
  • Planungs- und Baustellenkoordination gem. BauKG
  • Erstellung der Bestandspläne

Die folgenden Zeilen sollen einen kleinen Einblick in dieses nun beinahe abgeschlossene Projekt geben.

 

Baulos A / Umbau: Praterstern – Nordbahnstraße – Plateau Am Tabor

Vom Verkehrsknotenpunkt Praterstern bis zum Kreuzungsplateau Nordbahnstraße – Am Tabor wird die neue Linie O auf bereits bestehenden Gleisanlagen geführt. Dafür mussten die Gleisanlagen am Praterstern und in der Nordbahnstraße an die neue Streckenführung angepasst werden. Bei dieser Gelegenheit wurden außerdem Gleisinstandhaltungsarbeiten an der Kreuzung Nordbahnstraße – Mühlfeldgasse durchgeführt.

 

Baulos B / Neubau: Nordbahngelände

Parallel dazu wurde im Bereich des ehemaligen Nordbahnhofgeländes der neue Teil der Streckenführung samt Umkehrschleife in der Bruno-Marek-Allee errichtet. Dafür musste die ÖBB-Strecke mit Hilfe einer Unterführung gequert werden. Im Bereich vor und nach der Unterführung wurde der Gleiskörper als Grüngleis ausgeführt, was neben einer optischen Aufwertung des Stadtbildes auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz darstellt.

Als weitere Herausforderung kam bei diesem Projekt dazu, dass die Gleiseindeckung entgegen der langjährigen Standardausführung im sogenannten „Rheinfederoberbau“ – einer spurhalterlosen Oberbauart mit Asphalteindeckung – geplant und ausgeführt wurde. Um neue, innovative Konzepte der Oberbauherstellung zu testen, wurde außerdem die Gleistragplatte teilweise mit Stahl- und Kunststofffasern bewehrt und die Eindeckung aus konventionellem, sowie polymermodifiziertem Asphalt hergestellt. So können die Eigenschaften der verschiedenen Oberbautypen in der Realität unter gleichen Bedingungen betrachtet und überprüft werden.

 

Projekteckdaten:

  • Ausmaße:
    3.220 [m] Gleis, davon 150 [m] Gleis als Grüngleis
  • 14 [Stk] Weichen, 6 [Stk] Kreuzungen
  • Infrastrukturkosten: 12,4 Mio. Euro
  • Baubeginn: März 2020
  • Inbetriebnahme: Oktober 2020

 

 

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