Neubau Kinder-Reha-Zentrum

Neubau eines Kinder-Reha-Zentrums in Rohrbach-Berg

Mit dem Neubau des Kinder-Reha-Zentrums in Rohrbach-Berg entstand das erste Versorgungs-Zentrum für Kinder und Jugendliche in Österreich.

Da die stationäre Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen in Österreich ja noch weitgehend Neuland ist, wurde bei der Konzepterstellung eng mit Spezialist/innen der Kinderheilkunde im In- und Ausland zusammengearbeitet.

Für eine Gesamtinvestitionssumme von rund 23 Millionen Euro entstanden am Standort Rohrbach-Berg mit einer Nutzfläche von rund 5.500 m² 77 neue Betten für Patient/innen sowie 67 Betten für deren Begleitpersonen.
Die medizinische Rehabilitation umfasst die Leistungsbereiche Orthopädie, Kinderchirurgie, Neurologie, Neurochirurgie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Entwicklungs- und Sozialpädiatrie. Patient/innen können während ihres Aufenthaltes umfangreiche kindgerechte Therapieformen wie Physio-, Ergo- oder Logotherapie, Kraft- und Ausdauertraining im Sport- und Trainingszentrum, Hydrotherapie im Therapiebecken, Ernährungsberatung, Psychotherapie, Massagen oder Musik-, Mal- und Kunsttherapie in Anspruch nehmen.


 

Die Wärmeversorgung erfolgt über zwei Gas-Brennwertkessel mit einer Gesamtleistung von 800 kW. In der Übergangszeit wird eine Teilversorgung über ein Wärmepumpen-System (190kW) erreicht, welche im Sommerbetrieb die notwendige Kühlleistung garantiert.
Die Umschaltung von Kühl- auf Heizbetrieb erfolgt hydraulisch auf der Sekundärseite der Wärmepumpenanlage.

 

 

 

 

 

 

 


 

Als Wärmeabgabesystem wurde in folgenden Bereichen eine Fußbodenheizung verbaut:

  • Hallenbad inkl. Umkleiden U1
  • Turnsaal U1
  • Teilbereiche Halle/Foyer EG
  • Küchenbereich EG
  • Patienten- und Personal-Speisesaal EG
  • Cafe EG
  • Kleinkinder-Spielbereich EG
  • Billard/Tischfußball EG
  • Mehrzweckräume und Tagesgruppenräume O1 + O2
  • Patientenzimmer inkl. Sanitärzellen O1 + O2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Des Weiteren wird die Beheizung der Anlieferungsrampe mit einer Fußbodenheizung ausgeführt.
In allen anderen Teilbereichen wurden Hygiene-Heizkörper vorgesehen.

Die Trinkwasserversorgung erfolgt über ein Frischwassermodul nach B 5019 mit einer Leistung von 200 kW aus der örtlichen Gemeindewasserleitung. Die Abdeckung des notwendigen Warmwasserbedarfs erfolgt über eine zentrale Warmwasserbereitungsanlage mit Legionellenschaltung laut ÖNORM B 5019.

Für Kinder ist ein Höchstmaß an Sicherheit natürlich besonders wichtig. Daher werden die gesamten Armaturen mit einer Heißwassersperre ausgestattet. Die Ausführung der behindertengerechten Bereiche erfolgt laut den ÖNORMEN B 1600 und B 1601, d. h. inkl. sämtlicher erforderlicher Halte- und Stützgriffe, WC-Rückenlehne, Duschsitze etc.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Für ein komfortables und energieeffizientes Raumklima kamen insgesamt 8 Lüftungsanlagen mit einer Gesamtluftmenge von rund 55.000 m³/h sowie eine Teilklimaanlage über das Wärmepumpen-System zur Ausführung. In den medizinisch genutzten Räumen wurde auf die Hygieneausführung H 6020 geachtet.

Die Kühlung des Serverraums und der E-Technikräume erfolgt über eine Split-Klimaanlage (Inverter-System).

Das Energiekonzept stellt auch hohe Anforderungen an die Steuerungs- und Regeltechnik. Um die gesamte Gebäudetechnik auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und alle Anlagen optimal nutzen zu können, wurde eine zentrale Regelungsanlage mit Visualisierung eingebaut. Somit kann ein ressourcenschonender Betrieb der Gesamtanlage gewährleistet werden.

Für eine Erweiterung bzw. Aufstockung des Gebäudes, sind die notwendigen haustechnischen Versorgungen berücksichtigt worden.

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