Es war einmal ein Osterhase…

Jetzt ist es wieder soweit! Ostern steht vor der Tür, die Kinder freuen sich auf die Osternestsuche, die Erwachsenen auf den Osterschinken und alle gemeinsam aufs Eierpecken. Und bei diesem schönen Fest darf der Osterhase auf keinen Fall fehlen. Aber auch der Osterhase hat es nicht immer ganz leicht – wie uns der folgende Beitrag zeigt 😊


 

Es war einmal ein Osterhase…

Es war einmal, vor ein paar Jahren, ein kleiner Feldhase mit dem wohlklingenden Namen Fridolin. Er lebte auf einem Bauernhof etwas außerhalb von Graz. Seit er ein kleines Häschen war, hegte er einen sehnlichen Wunsch – einmal ein Osterhase zu werden! Also war er immer lieb und brav, lernte fleißig in der Schule, verbesserte seine Malkünste in diversen Eiermalkursen… Und eines Tages war es dann endlich soweit. Es kam ein Brief von der Osterhasenakademie ins Haus geflattert. Mit vor Aufregung zitternden Pfoten, öffnete der kleine Landhase den Brief und konnte sein Glück kaum fassen – er war angenommen worden. Drei Jahre später konnte Fridolin mit Stolz von sich behaupten graduierter Osterhase zu sein. Voller Eifer stürzte er sich in die Jobsuche und bekam schon nach kurzer Zeit den Posten des Gebietsosterhasen Graz Nord. Oh wie glücklich unser kleiner Landhase doch war, aber…

… wie so oft, holte auch ihn die Realität bald ein.

„Anfangs dachte ich, oh wie schön, jetzt kann ich alle meine mühsam erlernten Eiermaltechniken auch anwenden. Aber ich musste schnell erkennen, dass bei rund einer Million zu bemalenden Eiern, keine Zeit für Blümchen oder Schmetterlinge bleibt. Die Eierverpacker saßen mir ständig im Nacken: Mach doch mal schneller, sonst können wir die Eier dem Nikolaus mitgeben… oder…na, Picasso, das hat dir in der Schule wohl keiner gesagt, dass du mehr als zehn Eier pro Ostern bemalen musst, was?

Schon nach kurzer Zeit hatte ich eine Sehnenscheidenentzündung von der endlosen Pinslerei… und die Eier waren nur der Anfang! Schließlich müssen die dann ja auch noch verteilt und versteckt werden. Von einem Taxischein war auf der Osterhasenakademie auch nie die Rede. Wie soll man sich den so viele Straßen- und Familiennamen merken? Bin ja keine hoppelnde Datenbank!!! Und Houdini bin ich auch keiner, vonwegen das Verstecken der Eier macht ja so viel Spaß – richtig stressig kann das werden, wenn die Krähen und Elstern schon arglistig darauf lauern, dass sie die Osternester der Kinder ausnehmen können!

Und von dem enormen Kraftaufwand will ich gar nicht erst anfangen. Habt ihr schon mal versucht, einen Korb voller Eier (größer ist als ihr selbst) durch die Gegend zu schleppen. Dass man als Gebietsosterhase Leonardo da Vinci, Taxihoppler und Bodybuilder sein muss und außerdem noch ein fotografisches Gedächtnis braucht, stand ganz bestimmt nicht in meiner Stellenausschreibung!!!”

Stimmt, lieber Fridolin! Aber zum Glück hast du ja jetzt ein ganzes Jahr Zeit, dich zu erholen und nächstes Jahr wieder Alleskünstler zu sein 😉

FROHE OSTERN!!!

 

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