auto.WAVES – Wirkungsanalyse autonomes Fahren im Raum Wien

Jacqueline Aspäck von der Trafility GmbH berichtet über das Projekt auto.WAVES, welches zur Erforschung der Auswirkungen des autonomen Fahrens durchgeführt wurde.


 

auto.WAVES – Wirkungsanalyse autonomes Fahren im Raum Wien

Mit zunehmender Digitalisierung und Vernetzung zeichnen sich neue potenzielle Entwicklungen im Bereich autonomes Fahren ab. Die rasche Entwicklung neuer Innovationen in diesem Bereich erfordert vermehrte Forschung, um die Auswirkungen auf das gesamte Verkehrssystem, Verkehrsanbieter, Stadtplanung und auch auf NutzerInnen abzuschätzen.

Zur Erforschung der Auswirkungen des autonomen Fahrens wurde im Rahmen des FTI-Innovationsfond der Wiener Stadtwerke zusammen mit Wiener Linien GmbH & Co KG, Wiener Lokalbahnen GmbH, Stadt Wien (MA 18 Stadtentwicklung und Stadtplanung) und TU Graz (Institut für Straßen- und Verkehrswesen) das Projekt auto.WAVES durchgeführt.

Als Simulationswerkzeug wurde die Multi-Agenten-Simulation MATSim herangezogen. MATSim erlaubt eine Analyse der VerkehrsteilnehmerInnen auf Agenten- bzw. Fahrzeugebene, verbessert die Abbildung von zeitlich-räumlichen Zusammenhängen sowie die Einschätzung von Verhaltensreaktionen auf neue Verkehrsangebote. Zur Abbildung der Nachfrage wurden anonymisierte Bewegungstrajektorien aus Mobilfunksignalisierungsdaten eingepflegt. Angebotsseitig wurde ein multimodales Netzmodell für den Großraum Wien für den motorisierten Individualverkehr und den Öffentlichen Verkehr aufgebaut.

Simulation der durchgeführten Aktivitäten zu unterschiedlichen Tageszeiten

Basierend auf einem kalibrierten IST-Zustand des Mobilitätsverhaltens erfolgte die Einpflegung von autonomen Fahrzeugflotten als Zusatzangebot zum ÖV bzw. der Ersatz privater Fahrzeuge durch private autonome Fahrzeuge.

Übersicht Planfälle auto.WAVES mit Einsatz autonomer Shuttles

 

Das aus den Simulationsergebnissen der einzelnen Szenarien abgeleitete verkehrliche Mengengerüst zeigt Auswirkungen großer Fahrzeugflotten auf die Bereiche Verkehr, Energie und Stadtplanung auf. Diese komplexen Mengengerüste wurden vom future.lab der TU Wien in Form von Grafiken übersetzt mit dem Ziel die Wirkungen in den verschiedenen Szenarien einfach erfassbar bzw. nahezu erlebbar zu machen.

Weiters wurden die Grundlagen für einen weiterführenden Strategie-, Maßnahmen- und Umsetzungsprozess innerhalb der jeweiligen beteiligten Partner erarbeitet und konkrete Handlungsempfehlungen für die Stadt Wien abgeleitet.

Foto: Wiener Linien auto.Bus Seestadt

Icons: freepik

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