Ausbau L373 Bierbaumerstraße

Ausbau der L373 Bierbaumerstraße

In den Gemeinden Premstätten bzw. Kalsdorf ist der 4-streifige Ausbau der L373 Bierbaumerstraße geplant. Das gesamte Projektareal ist in mehrere Bauabschnitte unterteilt, welche unter anderem eine Überführung der projektierten Koralmbahn Graz-Klagenfurt und den Ausbau bzw. die Umlegung von mehreren Erschließungsstraßen beinhalten. Die Bauabschnitte 1 und 2 befinden sich zwischen Straßen-Kilometer 3.3+83.779 und 4.8+05.934 und wurden bereits bei den zuständigen Behörden eingereicht. Der Baustart für den ersten Straßenabschnitt ist mit Mai/Juni 2019 angesetzt, der Baustart von Abschnitt 2 erfolgt voraussichtlich im Jahr 2021.

Quelle: Google Maps (01.02.2019), Projektgebiet, Blickrichtung Nord

 

Quelle: Google Maps (01.02.2019), L373 Bierbaumerstraße, Blickrichtung West


 

Die Projektierung erfolgt in Zusammenarbeit der Hydroconsult GmbH und der IKK Engineering GmbH, wobei die Verkehrs- und Straßenplanung durch die IKK Engineering GmbH durchgeführt wird. Aufbauend auf dem straßenrechtlichen Einreichprojekt wurden die Oberflächenentwässerungsmaßnahmen durch die Hydroconsult GmbH geplant.

Regelquerschnitt, Straßenrechtliches Einreichprojekt Bauabschnitt 2


 

Der Projektbereich befindet sich zur Gänze in einem Grundwasserschongebiet. Aufgrund dessen ergaben sich besonders im Hinblick auf die Oberflächenentwässerung einige Herausforderungen, die neben dem straßenrechtlichen Einreichprojekt in einem zusätzlichen wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren abgehandelt wurden. Im Zuge dessen wurde auch eine hydrogeologische Beurteilung zur analytischen Abschätzung der zu erwartenden zusätzlichen Chloridkonzentrationen im Grundwasser durch die Geologie & Grundwasser GmbH – IB für Technische Geologie durchgeführt.

Die Entwässerungsmaßnahmen bestehen im Wesentlichen aus begleitenden Sickermulden, die zur Vorreinigung der teilweise verschmutzten Wässer mit einem natürlichen Bodenfilter humusiert werden. Die Regenwässer gelangen entweder direkt durch ein Straßenquergefälle über die Straßenschulter in die Retentions- und Versickerungsanlagen oder werden über Einlaufschächte und anschließende Ableitungskanäle gesammelt und zu den Entwässerungsanlagen abgeführt. Die Begleitmulden können die auf den Beitragsflächen anfallenden Regenwässer teilweise auf Grund des Platzdargebotes nicht vollständig retentieren und versickern. Daher werden jene Wässer bei größeren Starkregenereignissen durch Überläufe bzw. unterirdische Transportsysteme in größere Bodenfilterbecken abgeleitet. Die Verbringung der Regenwässer erfolgt nach der Vorreinigung direkt über einen Sickerschlitz in den Untergrund.

Übersichtslageplan der Maßnahmen, Wasserrechtliches Einreichprojekt


 

Bei Großprojekten dieser Art gibt es aufgrund des erforderlichen Platzbedarfs auch einige Berührungspunkte mit benachbarten Grundstückseigentümern, welche im Laufe der Planung einige Projektänderungen ergaben und das Projekt insgesamt sehr umfangreich machten. Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Auftraggebern aufseiten der Abteilung 16 – Verkehr und Landeshochbau der Steiermärkischen Landesregierung sowie den Gemeinden und den zuständigen Behörden konnten jedoch alle Hürden erfolgreich gemeistert und eine für alle Projektbeteiligten zufriedenstellende und optimale Lösung gefunden werden.

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